24h-Betreuung

Stationäre versus häuslicher 24h-Pflege

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Die eigenen „Vier Wände“ bieten im besonderen Maße Schutz und Geborgenheit. Darum ist der häuslichen Betreuung zunächst der Vorzug zu geben, sofern über Angehörige und/oder externe Betreuungs-, Haushalts- und Nachbarschaftshilfen ein Hilfesystem geschaffen werden kann, das eine angemessene Betreuung und Fürsorge rund um die Uhr gewährleistet.
Während in Pflegeheimen untertags vielleicht 3 bis 4 Betreuungskräfte für einen Wohnbereich von 30 und mehr Bewohnern tätig sind, liegt das Betreuungsverhältnis in der häuslichen 24 h- Pflege bei unschlagbaren 1:1.

Aber selbstverständlich gibt es auch Krankheitsbilder und einen Grad an Pflegebedürftigkeit, die nur eine stationäre Versorgung zulassen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn akute medizinische Behandlungen notwendig werden, die von den examinierten Pflegekräften in den stationären Einrichtungen besser versorgt werden können.
Als Faustformel gilt, dass sich Pflegebedürftige bis zur Pflegestufe 2 noch problemlos häuslich versorgen lassen können. Ab Pflegstufe 3 muss in jedem Einzelfall sorgfältig geprüft werden, welche Versorgungsform die bessere ist.


Was man in der häuslichen Versorgung wissen sollte.

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Ankunft

Nicht nur Sie, sondern auch Ihre Betreuungskraft steht erwartungsvoll und nervös vor ihrer neuen Aufgabe. Keine Seite weiß, was und vor allem wer auf sie zukommt. Schaffen Sie daher gleich vom Start weg eine angenehme Atmosphäre und zeigen Sie Ihrer Betreuungskraft, dass Sie sich über ihre Ankunft freuen. Im Idealfall läuft das erste Kennenlernen wie in dem Videostream der Pflegeagenturplus ab.
Danach zeigen Sie der Betreuungskraft, wo Sie was finden kann. Laden Sie Angehörige oder enge Freunde dazu ein, die Sie dabei unterstützen können. Und erklären Sie möglichst frühzeitig ab, was Sie von Ihrer Betreuungskraft erwarten. Das reduziert später Enttäuschungen.

Und falls Sie das Gefühl haben, dass Ihre Betreuungshilfe Ihre Anweisungen aus sprachlichen Gründen nicht versteht, dann nutzen Sie doch unsere Telefonhotline. Wir klären das für Sie.

Arbeitszeit

In einer 24 h Versorgung müssen die Betreuungskräfte auch 24 h verfügbar sein. Kurzurlaube, Feiertage oder nächtliche Diskobesuche sind nichtmöglich. Wer so etwas verlangt, handelt unseriös. Von der reinen Gegenwart der Betreuungskräfte ist jedoch Arbeitszeit zu unterscheiden. Sie umfasst wie bei den meisten Arbeitnehmern 40 h pro Woche, gezählt wird dabei die Zeit, die eine Betreuungskraft für die im Leistungsumfang genannten Verrichtungen benötigt. Das lässt sich konkret natürlich nie feststellen. Darum gilt auch hier, was für unser gesamtes Miteinander zutrifft: Gehen Sie respektvoll mit Ihrer Betreuungskraft um, geben Sie ihr genügend Freiräume und Freizeiten. Organisieren Sie Ihr Hilfesystem so, dass Ihre Betreuungskraft auch mal in die Stadt gehen sich mit anderen Betreuungskräften treffen oder sogar regelmäßig einen Deutschkurse besuchen kann. Sie werden sehen, dass es dann niemals zu Diskussionen wegen Arbeitszeiten und Freizeiten kommt.

Betreuungswechsel

Pflege und Betreuung sind sowohl körperlich als auch mental schwere Aufgaben, die niemand ununterbrochen verrichten kann. Darum wechseln die Betreuer/innen üblicher Weise alle 2-4 Monate. Bei professionellen Vermittlungsfirmen dauert die Wechselzeit etwa 4 Wochen. In dieser Zeit wird eine Ersatzkraft gestellt. Danach kommt die Stammbesetzung wieder zurück. Dieser Rhythmus bleibt solange bestehen, bis entweder die Kunden oder die Betreuungskräfte andere Wege gehen wollen. Gerade die Wechsel sind ein passender Zeitpunkt, um eine andere Betreuungskraft anzufordern, die Ihnen vielleicht besser zusagt. Professionelle Vermittlungsfirmen werden Ihnen diesen Wunsch selbstverständlich erfüllen, natürlich auch außerhalb der Wechselzeiten, wenn die Chemie so gar nicht passen will.

Die für uns tätigen Vermittlungsfirmen tun das übrigens!


Der übliche Leistungsumfang einer 24h-Betreuung.

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Leistungsumfang und Modi der 24 h- Betreuung scheint bei allen Anbietern zunächst gleich sein, egal ob Sie sich legaler oder illegaler Kräfte bedienen. Erhebliche Unterschiede bestehen jedoch im Service, vor allem in der Gewährleistung und Haftung, wenn plötzlich Störfälle eintreten. Insofern ist Leistung doch nicht gleich Leistung, und Preis nicht gleich Preis. Im Abschnitt Auswahl Ihres Anbieters haben wird Ihnen ein paar Kriterien zusammengetragen, die Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten. Standardmäßig können Sie aber von allen Haushalts- und Betreuungskräften folgende Leistungen erwarten.

GrundversorgungAktivierende VersorgungHauswirtschaftliche Versorgung
  • Körperhygiene wie Waschen, Duschen, Baden, Eincremen, Mundpflege, Kämmen
  • Hilfe bei der Blasen- und Darmentleerung
  • Inkontinenzversorgung
  • Nahrungszubereitung, Hilfe bei Nahrungs- und Getränkeaufnahme
  • An- und Auskleiden
  • Hilfestellung beim Gehen, Stehen, Sitzen
  • Treppen steigen
  • Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung
  • Lagern nach Plan
  • Einkaufen
  • Kochen
  • Reinigung des Arbeitsplatzes
  • Waschen, Trocknen, Bügeln
  • Haustierversorgung und Zimmerpflanzenpflege
  • Spaziergänge, Begleitung bei Behördengängen, zum Arzt, Friseur
  • und dergleichen mehr

Nicht zu den Aufgaben zählen alle Formen der medizinischen Behandlung, wenigstens soweit es sich um legale Kräfte handelt. Ihnen ist es aus versicherungs- und haftungsrechtlichen Gründen streng untersagt, medizinische Behandlungen durchzu­führen. Dafür bleiben die Angehörigen und ambulanten Pflegedienste verantwortlich. Aus gutem Grund, da aus Unwissenheit und falscher Selbstüberschätzung schnell mal ein falsches Medikament verbreicht, oder ein Wundverband laienhaft angelegt wird.
Behandlungspflegen werden von den Krankenkassen bezahlt und kürzen Ihr Pflegegeld daher nicht. Wozu also unnötige Risiken eingehen.


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