Preise

PreismaßstäbeVorteile legaler Abrechnung

Pflege ist in welcher Versorgungsform auch immer eine kostspielige Angelegenheit. Darum werden die Kosten neben der mentalen Einordnung die Wahl der Versorgungsform beeinflussen. Jede Versorgungsform will natürlich die Günstigste sein. Um etwas Licht in den Dschungel zu bringen, wird anhand eines Beispiels im Folgenden untersucht, wie sich die Eigenbelastung der häuslichen 24 h Pflege im Vergleich a) zur ambulanten Pflege unter Nutzung eines professionellen Pflegedienstes und b) zur stationären Versorgung einordnet.

Frau Maier hat die Pflegestufe 2, ihre Angehörigen leben zwar in der Nähe, können aber aus beruflichen Gründen keine Vollversorgung für Frau Maier zu übernehmen.
Frau Maier steht daher vor der Alternative:

  • Ihr Zuhause zu verlassen und sich stationär versorgen zu lassen,
  • sich für die täglichen Arbeiten eines ambulanten Pflegedienstes unter weiterer Zuhilfenahme einer Nachbarschaftshilfe und eines fahrbaren Mittagstisch zu bedienen oder
  • eine häusliche 24 h Betreuungskraft für sich einzusetzen.

 

24h Betreuung
2145/mo
Eigenanteil
Betreuungkraft
1800€
Einkaufsbudget
400€
Miete
600€
Mittagstisch
0€
Nachbarschaftshilfe
0€
Gesamtkosten
2800€
Pflegegeld
-525€
Mo. Anteil Urlaubspflege
-130€
Pflegesachleistungen
0€
Eigenanteil
2145€

 

Pflegedienst
1700/mo
Eigenanteil
Pflegedienst
1100€
Einkaufsbudget
300€
Miete
600€
Mittagstisch
250€
Nachbarschaftshilfe
450€
Gesamtkosten
2700€
Pflegegeld
Mo. Anteil Urlaubspflege
Pflegesachleistungen
-1100€
Eigenanteil
1700€
Pflegeheim
2221/mo
Eigenanteil
Pflegeheim
3450€
Einkaufsbudget
50€
Miete
Mittagstisch
Nachbarschaftshilfe
Gesamtkosten
3450€
Pflegegeld
Mo. Anteil Urlaubspflege
Pflegesachleistungen
-1279€
Eigenanteil
2221€

Die Eigenanteile der stationären und häuslichen 24 h Versorgung liegen in etwa gleich auf. Die Qualität der Vermittlungsfirma und des Pflegeheims sind dabei im guten mittleren Standard einzuordnen. Beide Versorgungsformen garantieren eine Rundum-die-Uhr-Versorgung, wobei nur bei der häuslichen 24 h Versorgung eine 1:1 Betreuungsquote gegeben ist.
Dagegen garantiert die ambulante Versorgung mittels eines Pflegedienstes lediglich ein vertraglich vereinbartes Pflegeergebnis, aber kein Zeitkontingent. Damit Frau Maier untertags nicht alleine ist, wurden im Beispiel daher noch einmal 2 Stunden an Nachbarschaftshilfe von Montag bis Samstag zugekauft. Abends und sonntags teilen sich die Angehörigen die notwendigen Betreuungsaufgaben.

Gibt man die Annahme der Angehörigenbetreuung auf, dann erhöht sich der Zukauf der Nachbarschaftshilfe auf 3,5 Stunden täglich. Damit steigt aber auch die Eigenbelastung der ambulanten Pflege auf 2.150 Euro an und ist damit nicht mehr kostengünstiger als die Versorgung durch eine 24 h Betreuungskraft.

Darum stellt sich unter Berücksichtigung der Betreuungsintensität die häusliche 24 h Betreuungslösung als die preisgünstigste Alternative dar: denn nur hier ist zu vetretbaren Preisen eine 1:1 Betreuung rund um die Uhr gewährleistet.

Was oft unterschätzt wird, sind die finanziellen Erstattungen, die sich aus einer legalen Versorgung ergeben. Je nach persönlicher Konstellation kann man sich dadurch finanzielle Zuschüsse sichern, die die vermeintlichen Kostenvorteile einer illegalen Beschäftigung vollständig kompensieren.

Wussten Sie z.B., dass man die Kosten der häuslichen 24 h Versorgung auch vom Sozialamt erstattet bekommt, wenn das Geld nicht ausreicht?
Wussten Sie, dass auch engste Angehörige die Kosten der Pflege im Wege der außerordentlichen Belastungen absetzen können, mindestens 8004 Euro im Jahr?
Wussten Sie, dass die von der Pflege betroffenen Steuerpflichtigen neben den außergewöhnlichen Belastungen auch haushaltsnahe Dienstleistungen bis zu 20.000 Euro im Jahr geltend machen können.

Die sind Gegenfinanzierungen, die sich lohnen. Aber dazu brauchen Sie eine Rechnung.

Darum unsere Tipp: lassen Sie sich nicht auf illegale Beschäftigung ein. Die damit verbundenen Risiken sind zu hoch. Und es lohnt sich ohnehin nicht.

24h Betreuung Variante a
705/mo
Eigenanteil
Betreuungkraft
1800€
Einkaufsbudget
0€
Miete
0€
Mittagstisch
0€
Nachbarschaftshilfe
0€
Gesamtkosten
1800€
Pflegegeld
-525€
Mo. Anteil Urlaubspflege
-130€
Steuerminus
-440€
Eigenanteil
705€

 

24h Betreuung Variante b
600/mo
Eigenanteil
Betreuungkraft
1800€
Einkaufsbudget
0€
Miete
0€
Mittagstisch
0€
Nachbarschaftshilfe
0€
Gesamtkosten
1800€
Pflegegeld
-525€
Mo. Anteil Urlaubspflege
-130€
Steuerminus
-545€
Eigenanteil
600€

 

illegale Beschäftigung
645/mo
Eigenanteil
Betreuungkraft
1300€
Einkaufsbudget
0€
Miete
0€
Mittagstisch
0€
Nachbarschaftshilfe
0€
Gesamtkosten
1800€
Pflegegeld
-525€
Mo. Anteil Urlaubspflege
-130€
Steuerminus
0€
Eigenanteil
645€

In Variante a) hat der Sohn von Frau Maier die Rechnungszahlung übernommen. Er verdient 48.000 Euro und hat ein Kind. Die Kosten von 21.800 setzt er als außergewöhnliche Belastung ab.

In Variante b) ist Frau Maier ist selbst steuerpflichtig und erhält neben den außergewöhnlichen Belastungen noch eine Steuergutschrift aus haushaltsnahen Dienstleistungen.

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