Pflegegrade

Informationen zur Pflegereform

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Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz wurden statt der bisherigen drei Pflegestufen jetzt fünf Pflegegrade eingesetzt. Sie werden anhand von sechs Kriterien festgelegt, die viel stärker als früher auch die kognitiv-psychischen Einschränkungen berücksichtigen. Seitdem kommen auch Menschen mit Demenz oder geistiger Behinderung ab Pflegegrad II in den Genuss von Pflegesachleistungen bzw. Pflegegeld. Dafür wurde aber die Härtefallregelung abgeschafft. Beim Pflegegrad I werden noch keine Pflegesachleistungen oder Pflegegeld ausgezahlt, wohl aber der einheitliche Entlastungsbetrag in Höhe von 125 EUR monatlich die gesetzlichen  Zuschüsse für Pflegehilfsmitte gewährt.

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz erhalten Sie in den Pflegegrade II bis V folgendes Pflegegeld:

Pflegegrad II
316/mo
früher Pflegestufe I 244€
Pflegegrad III
545/mo
früher Pflegestufe II 458€
Pflegegrad IV
728/mo
früher Pflegestufe III 728€
Pflegegrad V
901/mo
früher Härtefallregelung 901€

Für die Gründung einer Pflege-WG werden zeitlich befristet Umbauten mit 2.500 Euro pro Person gefördert, maximal jedoch mit 10.000 Euro für die komplette WG.

Die Gegenfinanzierung für die bessere finanzielle Versorgung der Pflegebedürftigen erfolgt über eine Beitragssatzerhöhung in der Pflegeversicherung, der seit 01. Januar von 1,95% auf 2,05% bzw. für Kinderlose von 2,20% auf 2,30% gestiegen ist.

Wussten Sie schon, dass die Pflegeversicherung von Beginn der Pflegebedürftigkeit bis zum Tod im Schnitt nur die Hälfte der für die Pflege anfallenden Gesamtkosten trägt? Das sind im Schnitt 99.000 Euro, sagt die offizielle Statistik. Laut Barmer-GEK-Pflegereport liegt der Durchschnitt der Eigenkosten mit 37.000 Euro deutlich, dafür aber in den Spitzen mit 300.000 Euro deutlich darüber.
Aber egal, wie man rechnet, die Zahlungen der Pflegeversicherung reichen für ein würdevolles Leben in keinem Fall aus.

Zum 01. Januar wurde der sogenannte Pflege-Bahr eingeführt. Hiernach wird der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung steuerlich gefördert. Bei einem Mindestbeitrag von 10 Euro gibt es einen Zuschuss von 5 Euro. Diese Zulage wird erstmals Anfang 2014 rückwirkend für 2013 durch die Versicherungsfirmen beantragt.


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